Wanderfahrt auf dem Oberen Main


Wanderfahrt des RCGH 2019 auf dem oberen Main vom 20. bis 23. Juni.

Fast wäre die ganze Wanderfahrt ins Wasser gefallen. Bis zum Wochenende war kein Bus mit Anhängerkupplung gefunden worden; die alten waren ausgemustert und die neuen hatten noch keine Zulassung wegen der Dieselaffäre. Am Montag endlich kam die erlösende Nachricht:  Ewald Uhlemann hatte bei einem VW-Händler in Springe einen Bus gefunden.

Ein weiteres Problem bestand darin, dass bis zum Mittwoch nicht feststand, wer mitfahren würde. Gott sei Dank löste sich auch dieses Problem: Schließlich gab es 11 feste Anmeldungen.

Teilnehmer:

Bernd Bruns (Leitung), Ewald Uhlemann (Fahrer), Hans-Henning Siemens, Georg Streichert, Dietrich Peter, Wolfgang Wahrenburg, Michael Zimmer, Rüdiger Hauffe,  Malte Offensand, Christian Hesse, Rüdiger Zemlin.

Die Boote:

„Stromschnelle“: Hans-Henning, Bernd, Michael, Ewald, Steuermann: Wolfgang.
„Paul Voigts“: Dietrich, Georg, Rüdiger Hauffe
„C.W.Ente“: Christian, Malte, Rüdiger Zemlin, 

Donnerstag, 20. Juni:

Um 7:50 Uhr holte Ewald die 4 Mitfahrer Bernd, Hans-Henning, Dietrich und Georg vom Schöt ab. Vor der Abfahrt gab es noch etwas Besonderes: einen Vitamintrunk von Lutz Ohlendorf. Am Bootshaus wurde der Hänger mit den bereits am Mittwoch verladenen Booten angehängt und um 8:45 Uhr begann die Reise. Anfangs fuhr Ewald zuerst über die B 83 bis Ohr, dann weiter auf der B1. Der Erste Schicksalsschlag ereilte die Truppe in Klein Berkel vor der Schule. Der Bus wurde wegen  Geschwindigkeitsübertretung (über 30 km/h) geblitzt. Ein Knöllchen mit hoffentlich nettem Bild wird kommen. In Bühleck ist Fahrerwechsel, Bernd fuhr weiter bis Schweinfurt. Auf der letzten Etappe ist wieder Ewald dran (incl. Verfahren). In Bamberg wurden bei der „Bamberger Rudergesellschaft“  2 Boote abgeladen, das dritte ist für die Nachzügler, die erst am Freitag kommen.  Inzwischen war auch Michael aus Würzburg eingetroffen. Gemeinsam wurde bei der Bamberger Rudergesellschaft Mittag gegessen. Anschließend begann als kultureller Teil die Besichtigung von Bamberg: Der obligate Besuch des „Bamberger Reiters“ im Dom, das Altes Rathaus, der „Grüne Markt“ und die „Alte Hofhaltung“, zum Schluss noch Fluss und Schleuse. 

Und hier kam der nächste Schicksalsschlag: Der Bediener der beiden Stadtschleusen (so heißen die dort!) Theo Müller war leider kurzfristig erkrankt, der mögliche Vertreter nicht greifbar. Auch der Hausmeister der Rudergesellschaft war nicht zu erreichen. Also wurde die Inhaberin des Lokals gefragt, die konnte aber auch nicht weiterhelfen. Nur eine Telefonnummer hatte sie für uns parat.  Das abendliche Telefonat mit dem „Schleusenbedienerstellvertreter“ brachte nichts ein; er hatte einfach keine Lust, uns zu schleusen. Wir hätten und eben früher anmelden müssen! (Wie das nach einer plötzlichen Erkrankung des Hauptschleusenbedieners gehen soll, bleibt unerfindlich.) Um 19:45 Uhr kamen Bus + Anhänger + 1 Boot schließlich glücklich in Schweinfurt an.

Ich selbst musste mit dem Zug fahren, da ich nicht vor Mittag aus Hameln wegkonnte. Mit der obligaten einen Stunde Verspätung kam mein Zug schließlich um 19:15 Uhr in Haßfurt an. Am Hotel traf ich auf Rüdiger Hauffe und Michael, die auf dem kleinen Markt vorm Hotel auf weitere Ruderkameraden und Bier warteten. 

Das anschließende Abendessen im „Don Camillo“ war gut und reichlich, auch die Getränke gepflegt und kühl. Nur Georg hat Pech mit seinem Steak: Sein „medium/rare“ bekam ich, er dafür mein höchstens „medium“ gebratenes Stück, das er als echter Gourmet prompt zurückwies. Beim zweiten Versuch der Küche wurde dann ein annehmbares Ergebnis geliefert. Ein anschließendes
Absackerbier beim Italiener auf dem Markt (ohne Hans-Henning und Bernd) rundete den Tag würdig ab.

Freitag, 21. Juni:

Am nächsten Morgen starteten wir fast pünktlich um 9 Uhr mit dem Bus zur „Bamberger Rudergesellschaft“. Da es Bernd trotz erneuter Versuche nicht gelungen war, einen Bediener für die Schleusen zu finden, blieb uns als Ruderrevier nur die Regnitz. Die Rudergesellschaft hat immerhin eine sehr schöne Luftaufnahme der Regnitz mit Kilometerangaben an ihrem Bootshaus hängen. Also starteten wir. 

Auf der Regnitz kann man gut 7 Km aufwärts rudern, dann wird das Wasser zu flach. Wir erlebten auf diesen 7 Kilometern eine wunderschöne, rechts und linke dicht bewachsene Flusslandschaft bevölkert von zahllosen Enten, vielen Graureihern und einigen Schwänen. Dazu viele Vögel in den Büschen und Bäumen und über uns zahllose Schwalben. Dazu gab es einige Brücken, und unter jeder erscholl vielstimmig unser Weser-Ruf. Bernd zählte an, sodass wir mit einer Stimme und in einer Tonhöhe ein wohltönendes Quintett bildeten. (Als Beweis wurde ein kurzes Video aufgenommen) Der Weser-Ruf wäre uns an dem einzigen in der Strommitte stehenden Brückenpfeiler fast zum Verhängnis geworden: Voll konzentriert auf Bernds Einsatzkommando hatte ich nicht auf den Pfeiler geachtet. Im letzten Moment konnte ich das Steuerruder herumreißen, und „Backbordskulls lang!“ fuhren wir haarscharf aber ohne Berührung am Pfeiler vorbei. Die „Kritik“ meiner Rudermannschaft danach – ging so.

Nach gut 7 km wurde der Fluss eng und mit Stromschnellen und umgestürzten Bäumen unbefahrbar. Also machten wir kehrt und ruderten die gleiche Strecke zurück. Die Gesamtstrecke des Tages belief sich auf nur ca. 15 km. Die Boote wurden aus dem Wasser geholt und erst einmal auf dem Rasen abgelegt. Sie mussten später wieder auf den Hänger geladen werden.  Leider warnte uns der Hausmeister erst jetzt, dass auf dem Parkplatz nur mit Parkscheibe geparkt werden durfte. Ein Blick auf die Windschutzscheibe unseres Busses belehrte uns, dass die Warnung zu spät gekommen war. Wir hatten bereits ein Knöllchen über 10 € stecken. Eine Parkscheibe gab es gar nicht im Wagen. Nach dem Schild, das auf die Parkscheibenpflicht aufmerksam machte, haben wir längere Zeit gesucht. Schließlich fanden wir es ganz am Anfang des Weges. Wer kommt auf solch eine …..? Will die Gemeinde vielleicht auf die Art ihre Geldprobleme beheben? Wir waren jedenfalls erst einmal sauer. Eine 2. Verwarnung bekamen wir dann aber nicht, die erste reichte für 4 Stunden parken.

Im Gartenlokal der Rudergesellschaft gab es ein gutes Mittagessen und reichlich Getränke. Anschließend zog einige Teilnehmer wieder los, um die Stadtbesichtigung vom Vortage fortzusetzen. Es gab noch unentdeckte Ecken.  Die anderen gingen im angrenzenden Park spazieren.  Nachdem alle Ruderer sich wieder eingefunden hatten, wurden die Boote verladen. Leider war der Verlust eines Enterhakens zu beklagen. Ob er verloren oder geklaut war, bleibt unbekannt.  Dann  ging es heimwärts nach Haßfurt. Dort fand sich auf einem riesigen Parkplatz genügend Platz für Bus und Hänger.

Fürs Abendessen hatten wir uns beim Hotel angemeldet. Vor dem Haus wurde der Tisch gedeckt – für 11 Leute, denn wir erwarteten ja noch unsere Nachzügler. Pünktlich um sieben Uhr erschienen sie: Christian Hesse, Rüdiger Zemlin und sein Neffe Malte. Es wurde gut gegessen und noch besser getrunken. Dadurch und durch das schöne Ambiente angeregt entwickelten sich zum Teil wirklich sehr „hochgeistige“ Gespräche. Während im „Oberhaus“ zuerst die Inklusion an den Schulen, sodann die Finanzen der EU im Allgemeinen und die von Italien im Speziellen geklärt wurden, war das Thema im „Unterhaus“ von mehr „Menschlichkeit“ geprägt. Getreu dem Grundsatz: „Das Überleben möglichst vieler gesunder Nachkommen ist ein evolutionärer Imperativ“ stellte man Vergleiche zwischen den Hasen und Kaninchen einerseits und der Zukunft der Menschheit andererseits an. Es ging wohl darum, woher die benötigte Anzahl Rentenzahler für die künftigen Generationen zu nehmen sei. So etwa wurde
es von Rüdiger Hauffe am nächste Morgen kolportiert. Allerdings wollte er nicht so recht mit dem entscheidenden Schlagwort, das am Abend vorher dafür gefunden wurde, herausrücken. Die Nacht war traumlos tief und schwer.

Samstag, 22. Juni:

Am nächsten Morgen um 9 Uhr - alle waren pünktlich! – wurde der Hänger mit den Booten zum Anleger, einem Slip gefahren, die Boote abgeladen und aufgeriggert. Das Einsteigen war nicht so einfach: Die Boote mussten rückwärts eingesetzt werden und die Besatzung, der Steuermann zuerst, vom Bug aus über das Boot steigen, ein Balanceakt. Auch bekamen die, die das Boot halten mussten, nasse Füße. 

Gerudert wurde an dem Tage bis Schweinfurt (ca. 22 km). Dabei war eine Schleuse zu überwinden. Und die hatte es in sich. Bernd nahm zuerst per Telefon Kontakt zum  Schleusenwärter auf. Er erhielt die Auskunft, dass wir nach zwei angemeldeten Frachtschiffen geschleust werden konnten. Gleichzeitig war Christian zum Schleusenwärterhaus gegangen und hatte nachgefragt. Danach sollten wir mit den Frachtschiffen zusammen geschleust werden. Leider war die Kommunikation via Handy mal wieder mangelhaft; kein Handy war einsatzbereit, kein Boot erreichbar. So dümpelten wir vor der Einfahrt zum Schleusenkanal herum und warteten. Nach etwa einer Stunde tauchten schließlich die zwei Frachtschiffe auf und fuhren langsam in die Schleuse ein. Die Ampel blieb weiterhin grün. Aber da wir nicht wussten, ob wir auch einfahren durften, warteten wir weiter. Erst als wir sahen, dass die „C.W.Ente“ eingefahren war, trauten wir uns, auch zu fahren. Aber vor uns lag die „Paul Voigts“. Die waren noch zögerlicher als wir. Erst als  jemand vom Frachtschiff uns zurief, wir sollten endlich kommen, fuhren sie weiter.  Die Schleuse war viel größer, als wir gedacht hatten. Es hätte locker noch ein weiteres Dutzend Boote hineingepasst. Die Schleuse bei Ottendorf ist z.B. 7,6 Meter tief, 300 Meter lang und 12 Meter breit, man sackt also ganz schön ab. Nachdem das Schleusentor sich geöffnet hatte, fuhren erst die Frachter hinaus, dann die „C.W. Ente“. Nur die „Paul Voigts“ fuhr nicht. Georg hatte einen Krampf im Bein. Uns wurde etwas mulmig: Vor uns lag das andere Boot quer im Wasser, von vorn aber kam schon der nächste große Pott.
Aber es ging alles gut, der Krampf war früh genug vorbei.
Aber auch nette Begegnungen gab es: Kurz hinter Haßfurt stand eine lange Reihe von sich seltsam bewegenden Gestalten am Mainufer, eine fernöstlich meditierende Gruppe.

Die Weiterfahrt führte uns an einer echten Sehenswürdigkeit vorbei: „Schloss Mainberg“. Schloss Mainberg war ursprünglich nur eine Schutz- und Trutzstätte in Form eines Turmes, der noch heute steht. Schätzungen zufolge wurde er in den Jahren 900–1000 n. Chr. erbaut. Zu dieser Zeit war noch von der „Burg Mainberg“ die Rede. Nach etlichen Erweiterungen wurde sie erst ab 1394 als Schloss bezeichnet.
In den Jahren 1480 bis 1486 ließ die Witwe des Grafen Wilhelm III. von Henneberg-Schleusingen, Herzogin Margarethe von Braunschweig-Wolfenbüttel das Schloss in seiner heutigen Form mit den drei Giebeln als Witwensitz erweitern.
1822 ließ der Fabrikant Wilhelm Sattler das inzwischen verfallende Schloss restaurieren und die Räume in einem historistischen Stil herrichten.
1915 wurde es an den Unternehmer Ernst Sachs verkauft, der die Innenräume im Stil der Zeit grundlegend umbauen ließ. Die historistisch-spätromantische Innenausstattung ist weitgehend erhalten und stellt ein – in dieser Qualität und aus dieser Zeit – für Bayern einzigartiges Gesamtkunstwerk dar. 1932 wurde Gunter Sachs auf Schloss Mainburg geboren.  Sein Vater Willy Sachs verkaufte das Anwesen 1954.
Wilhelm Heger, ein Haarwasserfabrikant, erwarb das Schloss im Jahre 1954 und nutzte es als Firmenzentrale. Im Dezember 1957 wurde er wegen Betrugs zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Durch sein Haarwasser hatten sich Unzählige Anwender getäuscht gefühlt.  Das Baudenkmal Schloss Mainberg geriet durch Hegers Insolvenz in eine schwere Krise.
1961 ersteigerte deshalb die Stadt Schweinfurt das Schloss, sie hatte aber kein klares Nutzungskonzept dafür. Es waren verschiedene Nutzungen, u. a. Bildungsstätte, Museum, Hotel
und Gaststätte angedacht, jedoch nichts davon wurde wirklich umgesetzt. 2007 diente das Schloss als Filmkulisse für eine Folge der Krimiserie Pfarrer Braun mit Ottfried Fischer.

Inzwischen waren dunkle Wolken aufgezogen, ein Gewitter kündigte sich an. Die Mannschaft hat kräftig gerudert; wir wollten noch vor dem Regen den Anleger erreichten. Wir haben es geschafft, die Boote früh  genug beim „Schweinfurter Ruder-Club `Franken` von 1882“ an Land zu bringen. Als die ersten dicken Tropfen fielen, saßen wir bereits nebenan bei Pizza und Pasta beim Italiener. 

Die Rückfahrt nach Haßfurt konnte per Bahn oder Bus erfolgen. Da der Bus eher fahren sollte, entschieden wir uns für ihn. Ein Bus kam auch pünktlich, aber der fuhr gar nicht nach Haßfurt. Also zur Bahn. Der Stadtbahnhof war ganz in der Nähe. Am Ticketautomaten gelang es HansHenning erstaunlich  schnell, für uns eine Gruppenfahrkarte für 11 Personen auszudrucken.  Auf Bahnsteig 2 angekommen stellten wir fest, dass der Zug am Samstag nicht vom Stadtbahnhof fuhr. Also mit Taxis zum Hauptbahnhof? Doch vor dem Bahnhofsgebäude war weit und breit kein Taxi zu sehen. Während wir das weitere Vorgehen besprachen, sahen wir einen Zug in den Stadtbahnhof einfahren. Vielleicht fuhr am Samstag doch ein Zug? Schnell rauf zum Bahnsteig 3. Der Zug stand zwar noch da, er fuhr aber nicht weiter. So blieb uns nichts anderes übrig, als eine Stunde auf den nächsten Zug zu warten. Einige wollten in der Zwischenzeit ins Museum, doch das schloss gerade. Wir haben dann auf der Bank auf Bahnsteig 2 geduldig eine Stunde auf den nächsten Zug gewartet, der dann schließlich auch mit acht Minuten Verspätung kam. Eine nette ältere Dame, die auch mit diesem Zug fahren wollte, hat uns während der Wartezeit sehr nett von „Schloss Mainberg“ erzählt. Von ihr stammt der Gutteil unserer Kenntnisse.

Der Zug war knallvoll, an Sitzplätze gar nicht zu denken. Selbst die Stehplätze waren rar. Aber wir mussten ja nur 2 Stationen fahren. Nur nach unserem schönen Fahrschein hat uns in dem Gedränge niemand gefragt. Eigentlich schade!  In Haßfurt angekommen, drohte wieder einmal eine pechschwarze Wolke. Wir haben gerade so die drei Minuten bis zum Hotel geschafft, dann begann ein Wolkenbruch, kurz, aber heftig.

Das Abendessen fand wieder bei „Don Camillo“ statt. Ganz so geistvoll wie am Abend vorher ging es nicht zu; wir waren alle ein wenig müde. Nur Georgs hielt seine inzwischen obligatorische Ansprache. Der ganze Text ist zu lang, ich füge daher nur die Ballade vom wirklich wahren Ableben von Herrmann Löns an:

Suizidale Empathie.
Hermann Löns, der treudeutsche Hirsch,
schleicht gebückt durch Wald und Heide.
Die Büchse gespannt zur Abendpirsch,
das gewetzte Messer in der Scheide.
Ein Rehlein äst friedlich-scheu,
knabbert Gülle-getränktes Gedöns,
Heidekraut und Männertreu,
summt leise ein Liedchen von Hermann Löns.
Als der Heidedichter es erspäht,
verspürt er einen Stich in seiner Seele.
Noch ehe der Auerhahn dreimal kräht,
durchtrennt sein Dolch seine schluchzende Kehle. 


Sonntag, 23. Juni:

Der Tag startete um halb neun mit einem Briefing von Christian, warum welche Wagen mit welchen Fahrern wohin fahren sollten. Es musste ja dafür gesorgt werden, dass am Zielort der Bus und genügend PKWs standen. Der letzte PKW sollte dann von Schweinfurt nachgeholt
werden. Dann starteten wir alle zusammen mit Bus und allen PKWs zurück nach Schweinfurt zum „Schweinfurter Ruder -Club“.  Auf der Ruderstrecke nach Garstadt waren wieder 2 Schleusen zu überwinden. Auf die dritte hatten wir wegen der schlechten Erfahrungen der vergangenen Tage aus Zeitgründen verzichtet. Aber wie das Schicksal so spielt: Heute kamen wir problemlos und schnell durch beide Schleusen.  Nur einen Schleusenwärter habe wir nie zu Gesicht bekommen. Ob die Schleusen wohl aus der Ferne gesteuert werden? Vielleicht sogar aus Indien?(Rüdiger Zemlin) Inzwischen wissen wir, dass die Schleusen vor Haßfurt aus ferngesteuert werden. Das Anlegen gestaltete sich auch in Garstadt problematisch, da wir nur mit der Bootsspitze landen können. Es war wieder Balancieren angesagt. Aber wir hatten darin ja bereits Übung.  Schnell waren die Boote abgeriggert und verladen. Ewald nahm noch kurz ein erfrischendes Bad im Fluss (sonst Maximilians Spezialität), dann gab es im nahen Gartenlokal „Am Mee“ Wurstsalat und sehr leckere Bratwurst. Die Heimfahrt verlief mit zwei Pausen recht angenehm, Staus hatten wir keine.  Am Bootshaus wurden schnell noch die Boote versorgt, dann ging es ab nach Hause.

Vom Ende her betrachtet war es trotz (oder wegen?) der Probleme an und mit den Schleusen eine sehr schöne Wanderfahrt. Nur unser Bedarf an Flüssen mit Schleusen ist wohl fürs erste gedeckt.   

Wolfgang Wahrenburg





 

 















 


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